Was sind Muster-Werbeschreiben zum Download wert?

Kostenlose Vorlagen für Werbebriefe personalisieren oder die Finger davon lassen?
Hier bekommen Sie etwas viel Besseres als noch einen weiteren Muster-Werbebrief zum Downloaden, der wieder nicht so richtig passt. Hier bekommen Sie sinnvolle Tipps, worauf es eigentlich ankommt. Und ich verrate schon mal so viel: Es ist nicht das Briefpapier …

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Werbebriefe und Mailings für kleine und mittelständische Unternehmen
Sie sind gut in dem, was Sie tun, aber leider wissen das noch viel zu wenige. Also muss eine Werbeaktion her, die sich schnell und ohne viel Aufwand bewerkstelligen lässt. Am besten ein Anschreiben an Kunden, denn da weiß man, an wen die Werbung geht, und hat volle Kontrolle über die Kosten. Nur noch schnell eine Vorlage für Geschäftsbriefe herunterladen, die Adressen für den Seriendruck verknüpfen, die Details zur Werbeaktion eintragen und schon kann es …

… nein, irgendwie passt der Text nicht so richtig …

… und schreibt man das wirklich so?

Eine Textvorlage kann teuer werden. Sie ist zwar kostenlos, aber oft das Papier nicht wert, auf das sie gedruckt wird. Man braucht viel Zeit oder Erfahrung, um den Standardtext zu personalisieren. Außerdem kann eine Mustervorlage Ihrem Image schaden. Sie sind nicht der Einzige, der versucht so Zeit zu sparen. Aber zumindest der Zeilenabstand und die Schriftart sind meist ganz brauchbar. Und kein Text ist so schlecht, dass man ihn nicht irgendwie verbessern könnte. Hier ein paar Hinweise, worauf ich als professioneller Werbetexter bei Werbebriefen achte.

Das Werbeschreiben: geringe Kosten bei großem Nutzen

Das Werbeschreiben: geringe Kosten bei großem Nutzen

Testen Sie Ihre Gestaltungsvarianten
Der Text eines Werbebriefes ist nur ein Teil des Gesamtkonzepts. Dazu gehören unter anderem das Papier, die grafischen Elemente und das Format. Die meisten Vorlagen gehen davon aus, dass Sie Ihren Brief in DIN-A4 ausdrucken und schon selbst wissen werden, wie man ihn am besten faltet. Und alle Vorlagen meinen zu wissen, worauf es bei Ihrem Angebot ankommt und was die Kunden wollen. Das ist leider Werbetext auf dem Niveau von Zeitungshoroskopen. Nehmen Sie sich lieber die Zeit darüber nachzudenken, was Sie einzigartig macht und was Ihre Kunden wollen. Das Ziel Ihres Marketings ist es ja, sich von Ihren Mitbewerbern zu unterscheiden.

Werfen wir also einen Blick auf die einzelnen Textteile.

Ihr Werbebrieftext beginnt auf dem Umschlag
Beinhaltet Ihre Mustervorlage für Werbeschreiben auch den Umschlag? Nein? Der ist aber das Erste, was Ihre Kunden von Ihrem Schreiben zu Gesicht bekommen. Sie wittern sofort, wenn etwas nach lieblos in Masse produzierter Werbung riecht. Die Folge ist, dass Ihre Botschaft gleich in den Papierkorb wandert.

Machen Sie sich stattdessen die Mühe, die Adresse handschriftlich zu schreiben, wenn das möglich ist. Wählen Sie eine ansprechende Briefmarke oder nutzen Sie ein anderes, dezentes Gestaltungsmerkmal. Je nach Branche können eigens gestaltete Umschläge, Stempel, Aufkleber und vieles mehr zum Einsatz kommen. Wichtig ist dabei immer, dass Ihr Kunde neugierig auf den Inhalt des Briefes wird.

Einen Werbebrief schreiben oder lesen sind zwei unterschiedliche Dinge
Wissen Sie, was in Ihrem Anschreiben an Kunden nach dem Umschlag als Nächstes beachtet wird? Die Anrede? Die Betreffzeile?

Die schlechte Nachricht ist, dass die Antwort auf diese Frage vom einzelnen Leser abhängt. Die gute Nachricht ist, dass Sie dessen Aufmerksamkeit zum Teil steuern können. Alles, was auffällig oder leicht zu lesen ist, wird zuerst wahrgenommen. Das kann der eigene Name sein, farbig hervorgehobene Teile oder besonders große Wörter. Auch Bilder ziehen die Aufmerksamkeit auf sich und damit zu den dazugehörigen Bildunterschriften.

Das bedeutet umgekehrt aber auch, dass Ihre Kunden nichts lesen, was langweilig, störend, unverständlich oder zu klein geschrieben ist.

Die Kunst besteht darin, die anfängliche Neugier des Lesers in Begeisterung zu verwandeln. Positive Emotionen sorgen dafür, dass Ihr Unternehmen im Gedächtnis verankert bleibt. Nachfolgende Werbebriefe in einer mehrstufigen Mailingaktion haben es damit umso leichter.

Um sicher zu gehen, sollten Sie Ihre Botschaft an den Stellen deutlich machen, die sofort ins Auge fallen: Bildunterschriften, Betreff, PS, Überschriften und hervorgehobene Textstellen.

Die Betreffzeile in einem Werbeschreiben
In Ihrem Werbebrief sollte an hervorgehobener Stelle stehen, worum es eigentlich geht. Ob Sie das Wort „Betreff“ davorstellen, ist eine Frage der Konvention. Es kann aber leicht bürokratisch wirken. Besser ist eine eindeutige Überschrift. Wie ein Buchtitel sollte diese Überschrift zum Thema hinführen, ohne alles zu verraten. Geben Sie sich nicht gleich mit der ersten Version zufrieden, sondern vergleichen Sie und holen Sie sich verschiedene Meinungen ein, um herauszufinden, was am besten passt.

Die Anrede an Ihre Kunden
Der Name Ihres Kunden ist eines der wirkungsvollsten Werkzeuge, das Ihnen für Ihr Marketing zur Verfügung steht. Je mehr Sorgfalt Sie dafür verwenden, desto größer sind Ihre Chancen, dass Ihr Kunde Ihr Schreiben sorgfältig liest. Wie bei der Adresse gilt, dass man den Namen und vorhandene Titel mit der Hand schreiben sollte, wenn das möglich ist. Wiederholen Sie ihn ruhig ein- oder zweimal im Text, um Ihr Schreiben von anderen Massenprodukten abzuheben.

Auch Mailings gehören in Ihren Marketing-Mix.

Auch Mailings gehören in Ihren Marketing-Mix.

Die ersten Zeilen Ihres Werbebriefs
Wie Sie Ihren Brief anfangen, liegt ganz bei Ihnen. Sie können gleich zum Thema kommen oder erst eine positive Stimmung schaffen. Aber auch hier gilt, dass Sie Ihre Kunden nicht mit Floskeln langweilen sollten. Regen Sie die Fantasie an, lassen Sie andere Kunden zu Wort kommen oder beginnen Sie eine Unterhaltung auf persönlicher Ebene. Die ersten zwei bis drei Zeilen eines Werbebriefes eignen sich hervorragend dafür, Ihrer Unternehmenskommunikation einen unverwechselbaren Stil zu geben.

Zwischenüberschriften
Die meisten Themen sind etwas ausführlicher und brauchen Platz, um sie verständlich zu machen. Zwischenüberschriften lockern den Text auf, erleichtern das Verständnis und geben dem Leser ein Gefühl dafür, wo er gerade ist. Geht es darum Informationen aufzunehmen oder selbst mitzudenken? Auch hier haben Sie unendlich viele Möglichkeiten, um die Aufmerksamkeit geschickt zu steuern.

Das Postscriptum: Mehr als ein Nachgedanke
PS bedeutet „post scriptum“, also das, was nach dem Geschriebenem steht. Durch die elektronische Textverarbeitung ist es eigentlich überflüssig geworden. Aber die nach der Unterschrift eingeschobene Zeile hat eine Sonderstellung und wird darum gelesen. Oftmals sogar als Erstes. Nutzen Sie die PS-Zeile deshalb ähnlich wie eine Überschrift, aber wiederholen Sie nicht unnötig Ihre Informationen.

Sie sind gut in dem, was Sie tun, und das hat seinen Grund. Überlassen Sie deshalb Ihre Werbebriefe besser einem professionellen Werbetexter.

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